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Achkarren

90 Jahre Weingeschichte


Für eine Winzergenossenschaft sind 90 Jahre ein stattliches Alter – ohne damit zum alten Eisen zu zählen. Die weltweit erste Winzergenossenschaft wurde im Jahr 1868 gegründet – nur wenige Jahre nach Friedrich Wilhelm Raiffeisens genossenschaftlicher Idee: »Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.« Diese Überzeugung ist heute aktueller denn je. Und somit gibt es zurzeit mehr als 470.000 Mitglieder in ländlichen Genossenschaften.
Aber zurück nach Achkarren: Als sich 16 Winzerinnen und Winzer dafür entschieden, am 15. September 1929 in Achkarren eine eigene Genossenschaft zu gründen, war dies keine Selbstverständlichkeit und mit mehreren Anläufen verbunden – gingen die Verwaltungsratsmitglieder dabei doch immense persönliche Verpflichtungen und finanzielle Risiken ein. Vor allem als mittlerweile 102 Mitglieder am 21. April 1931 in einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, sage und schreibe 50.000 Mark als Kredit für einen Kellerneubau mit einem Fassungsvermögen von 300.000 l aufzunehmen … Wie wir heute wissen, ist alles gut gegangen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Das lag vor allem an bedeutenden Persönlichkeiten im Verwaltungsrat sowie in der Winzerschaft und dem Mitarbeiterteam der Winzergenossenschaft. Als beispielhafte Persönlichkeiten von herausragender Bedeutung sind noch heute die Gründerväter Wilhelm Geppert, Daniel Engist sen. und Georg Isele zu nennen.
Richtige Entscheidungen über die Jahrzehnte wurden auch und gerade bei der Auswahl der gepflanzten Rebsorten getroffen: Während der Grauburgunder als Steckenpferd unserer Winzergenossenschaft rund ein Drittel der gesamten 190 ha Rebfläche ausmacht, folgen Spät- und Weißburgunder auf den Plätzen. Das Vulkanverwitterungsgestein des Achkarrer Schlossbergs eignet sich besonders gut für mineralisch feine Burgunderweine.